
24.10.2026 – 06.06.2027
Museum LA8, Baden-Baden
Einst ein aristokratisches Privileg, wandelte sich Luxus vom 18. Jahrhundert bis zum Ende der Weimarer Republik zu einem bürgerlichen Statussymbol und wurde zu einem Fundament der modernen Konsumgesellschaft. Die Ausstellung am Museum LA8 in Baden-Baden und die begleitende Publikation untersuchen die Ambivalenz des Luxusbegriffs zwischen moralischer Kritik und seiner Rolle als Motor kapitalistischer Dynamiken. Während die Industrialisierung Luxusgüter massenhaft verfügbar machte, erzeugte sie zugleich neue soziale Ungleichheiten.
Anhand zentraler Themenfelder – von kolonialer Kulinarik und Architektur über Mode und Design bis hin zu Mobilität und Freizeit – entfalten Ausstellung und Begleitband eine Genealogie des Überflusses an der Schwelle zur Moderne und eröffnen vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Inflation, Ressourcenknappheit und soziale Spaltung eine kritische Perspektive auf Luxus und Reichtum in der Gegenwart.
Die Ausstellung zeigt hochkarätige Werke der Kunst-, Kultur- und Technikgeschichte – u. a. von Abraham van Beyeren (ca. 1620–1690), Jan Davidsz. de Heem (1606–1683/1684), Max Slevogt (1868–1932), Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976), René Lalique (1860–1945), Henri Manguin (1874–1949), Emmy Roth (1885–1942), Natasja Sadi (*1975) und Heinrich Vogeler (1872–1942).
Museum LA8
Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts
Lichtentaler Allee 8
76530 Baden-Baden
Weitere Informationen zur Ausstellung.
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