
Franziska Klose fotografiert die Habitate urbaner Pflanzen. Der Beitrag analysiert ihre Ausstellung „Cohabitat Stadt“ in der Galerie Ursula Walter in Dresden vom November 2025 bis Januar 2026 als eine Konstellation, in der die Bedeutung der Fotografien erst aus ihrem Zusammenspiel mit Texten, anderen Bildern, botanischen Informationen und der räumlichen Anordnung entsteht. Diese Bedeutung entfaltet sich vor allem durch die Art und Weise, wie Besucherinnen und Besucher den Arbeiten begegnen und auf emotionaler, wissenschaftlicher und gestalterischer Ebene Assoziationen zwischen ihnen herstellen. Indem die Ausstellung Pflanzen zu ihren Protagonisten macht, eröffnet sie einen neuen Blick auf den urbanen Raum und unterläuft einfache Gegensätze zwischen Natur und Stadt. Ein Vergleich mit dem begleitenden Künstlerbuch zeigt schließlich, wie dieselben Fotografien in dieser veränderten Konstellation einen anderen, abstrakteren Charakter annehmen, der die Serialität des fotografischen Projekts stärker hervortreten lässt.