
Die Kabinettausstellung im Münchner Lenbachhaus zeigte Aufnahmen der deutschen Fotografin Leonore Mau (1916–2013), die während einer gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Hubert Fichte in den 1970er Jahren unternommenen Reise nach Haiti entstanden, eine Unternehmung, die man heute als künstlerische Forschung einordnen würde. Das kuratorische Team – bestehend aus einer Kunsthistorikerin, einem Künstlerkollektiv und einem Architekturbüro – erarbeitete eine künstlerisch überformte Präsentation. Innerhalb der Ausstellung wurde eine Auswahl aus dem großen Fundus der Fotografin, der zu Lebzeiten lediglich in Teilen innerhalb von aufwändig produzierten Fotobüchern veröffentlicht worden ist, als kontinuierliche digitale Lichtbildprojektion in einer immersiven Raum- und Klanginstallation inszeniert.