Neuerscheinungen

360 Seiten mit 45 farbigen und 177 schwarzweißen Abbildungen, 17 x 24 cm, Klappenbroschur

ISBN: 978-3-422-07409-5
Preis: 39,90 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

DKV Titel sind über den De Gruyter Webshop erhältlich.

Claudia Denk (Hrsg.), Andreas Strobl (Hrsg.)

Landschaftsmalerei, eine Reisekunst?

Mobilität und Naturerfahrung im 19. Jahrhundert

Hrsg. von Claudia Denk und Andreas Strobl für die Christoph Heilmann Stiftung am Lenbachhaus München

Mit einem Vorwort von Christoph Heilmann und Matthias Mühling

Mit Beiträgen von Werner Busch, Michael Clarke, Bernhard Maaz, Marcel Perse, Ruth Pullin, Andreas Tacke u. a.

Mobilität und Naturerfahrung sind zwei wesentliche Angelpunkte der Landschaftskunst im 19. Jahrhundert. Reisen in nah und fern führten zu neuen künstlerischen Arbeitspraktiken und verhalfen unter anderem der Ölstudie zu großem Erfolg. Mehr noch wurde die aufkommende Reiselust, wie sie etwa in dem berühmten Handbuch von Pierre-Henri de Valenciennes bereits 1800 propagiert wurde, zum Ideal der Aus- und Identitätsbildung des Landschaftsmalers. Der Wunsch nach Naturnähe, die Suche nach Neuem und das Bedürfnis nach künstlerischem Austausch machten die Landschaftsmalerei zu einer europäischen Kunstform par excellence.
Im vorliegenden Band thematisieren internationale und renommierte Fachleute die besondere Arbeitssituation des reisenden Landschaftsmalers, seine Sehnsucht nach nahem oder fernem Unbekannten und beschäftigen sich mit zeichnerischen und malerischen Aneignungsstrategien. Denn letztlich führte der neue Arbeitsmodus auf Reisen zu einem neuen Landschaftsbild.

English

Mobility and the experience of nature are two pivotal issues for landscape art in the 19th century. Trips, both near and far, led to new artistic work practices and helped studies in oils, for example, to achieve great popularity. Moreover, an increasing love of travel – propagated, for instance, as early as 1800 in Pierre-Henri de Valenciennes’ famous manual – was considered ideal for the formative training and identity building of a landscape painter. The desire to be close to nature, the search for the new, and the need for artistic exchange made landscape painting into a European form of art par excellence.

In the present volume, renowned, international experts examine the unusual working situations of traveling landscape painters and their yearning for unknown sources of inspiration near and far. They address the artistic strategies employed to attain this closeness, both drawn and painted. Ultimately, the new working methods acquired while traveling would lead to a new form of landscape painting.