Malerei / Skulptur

232 Seiten mit 124 meist farbigen Abbildungen, 22 x 26,5 cm, Klappenbroschur

ISBN: 978-3-422-07430-9
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Kunstmuseum Basel (Hrsg.), Ariane Mensger (Hrsg.)

Weibsbilder

Eros, Macht, Moral und Tod um 1500

Katalog zur Ausstellung des Kupferstichkabinetts im Kunstmuseum Basel vom 7. Oktober 2017 bis 7. Januar 2018

Mit Beiträgen von Bodo Brinkmann, Ariane Mensger und Karoline Schliemann

Bilder von sinnlichen oder gar nackten Frauen sind in der heutigen visuellen Kultur ganz alltäglich. Dies war nicht immer so. Erst um 1500 etablierte sich der weibliche Körper in der Kunst als beliebtes und vielseitiges Sujet. Die Frau erscheint als verführerische Venus, antike Tugendheldin oder mahnende Vanitas, aber auch als listige Herrscherin über den Mann, als verschlagene Dirne oder teuflische Hexe. Die Motive treten vor allem im Rahmen sittlicher Diskurse auf und spiegeln die damals gängigen Werte und Ideale, die nicht selten von negativen Klischees geprägt waren. So galt die Frau zwar als Verkörperung des Sinnlichen und Schönen, vor deren Sündhaftigkeit und Vergänglichkeit aber stets gemahnt wurde. Auch fürchtete man sich davor, dass die Frau aufgrund ihrer weiblichen Reize Macht über den Mann ausüben könnte. Das Thema ist damit auch kulturgeschichtlich ergiebig und darüber hinaus sehr aktuell.
Der Katalog stellt rund 100 Zeichnungen, druckgraphische Werke und Gemälde vor, von denen ein Großteil aus den hervorragenden Beständen des Kunstmuseums Basel stammt, ergänzt durch Leihgaben renommierter Sammlungen aus dem In- und Ausland.

English

Pictures of women in sensual poses or depicted completely naked are quite ordinary in today’s visual culture. This has not always been the case. The female body was first established in art as a popular and versatile subject only around 1500. Woman was often depicted as a seductive Venus, a classical virtuous heroine or the admonishing Vanitas, but also as a cunning ruler over man, as a sly prostitute or a diabolic witch. The motifs appear predominately in the context of moral discourses and reflect common values and ideals at the time, which were often influenced by negative clichés. Although woman was regarded as a personification of the sensual and beautiful, these qualities were regularly accompanied by an admonishment about latent sinfulness and transitoriness. There was also a fear that a woman might exercise power over a man due to her feminine charms. The subject is thus quite rich, both culturally and historically, and nonetheless it remains current.

This catalogue presents some 100 drawings, prints and paintings, of which a large portion come from the outstanding holdings of the Kunstmuseum Basel, completed by loans from renowned collections both in Switzerland and abroad.