Kunstwissenschaft / Kunsttheorie

348 Seiten mit 280 farbigen und 25 schwarzweißen Abbildungen, 26 x 31 cm, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-422-07307-4
Preis: 69,00 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

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Lukas Madersbacher

Michael Pacher

Zwischen Zeiten und Räumen

Die große Künstlermonographie zum Tiroler Maler und Bildschnitzer Michael Pacher
Höhepunkte der Retabelkunst zwischen Mittelalter und Neuzeit, Gotik und Renaissance, Italien und dem Norden

Der Südtiroler Maler und Bildschnitzer Michael Pacher (ca. 1435–1498) nimmt eine besondere Rolle in der Geschichte der europäischen Kunst ein. Einerseits gelten seine großen Flügelaltäre – wie jener von Sankt Wolfgang am Wolfgangsee in Oberösterreich – als Glanzleistungen der Spätgotik, andererseits darf Pacher als einer der ersten Renaissancekünstler des Nordens gelten. Bei einem frühen Aufenthalt in Padua lernte er die Werke von Mantegna, Donatello, Uccello und Lippi kennen. Wie kein anderer Künstler außerhalb Italiens machte er sich die neuen Konzepte des zentralperspektivischen Bildes zu eigen. Die Spannung zwischen den geographischen und stilistischen Polen macht den Reiz seiner Werke aus, warf aber auch Probleme auf, denen der Künstler mit erstaunlich innovativen Lösungen begegnete. Der Band stellt das Gesamtwerk Michael Pachers in Wort und Bild vor und zieht eine Summe der bisherigen Forschung. Anhand von Werkanalysen wird auch versucht, dem intellektuellen Profil dieses Künstlers auf der Schwelle zur Neuzeit auf die Spur zu kommen.

English

The South Tyrolean painter and woodcarver Michael Pacher (c. 1435–1498) occupies a special place in the history of European art. On the one hand, his large winged altarpieces – like this one from St. Wolfgang am Wolfgangsee (a lake area in Upper Austria) – are considered brilliant achievements of the Late Gothic. On the other hand, Pacher may be regarded as one of the first Renaissance artists of the North. During an early stay in Padua, he became acquainted with the works of Mantegna, Donatello, Uccello and Lippi. He integrated the new concepts of central perspective in painting as his own, like no other artist outside of Italy. The tensions between geographical and stylistic poles constituted the charm of his works, but also raised problems, which the artist met with astonishingly innovative solutions. This volume introduces Michael Pacher's complete works in word and image, and provides a summation of the previous research. Through analyses of his works, an attempt is also made to try to understand what lies behind the intellectual conception of this artist who was on the threshold of modern times.