Bayern

96 Seiten mit 39 farbigen und 8 schwarzweißen Abbildungen sowie ein Lageplan; 12 x 20 cm, Broschur
ISBN: 978-3-422-02237-9
Preis: 8,00 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

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Kai Kappel

Religiöse Erinnerungsorte in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Mit einem Beitrag von Björn Mensing und Ludwig Schmidinger.

Gesamtdokumentation der 1960–95 in der KZ-Gedenkstätte Dachau errichteten Kapellen und Kirchen sowie des Klosters und der jüdischen Gedenkstätte im Lager Dachau. Darunter ist ein Hauptwerk der Nachkriegsarchitektur in Deutschland: die evang. Versöhnungskirche Helmut Strifflers. In den Blick genommen werden auch die problematischen Planungen im ersten Jahrzehnt nach der Befreiung. 

Dachau, 1933 als eines der ersten dauerhaften Konzentrationslager eingerichtet, ist bis heute ein Synonym für den menschenverachtenden NS-Unterdrückungsapparat, »ein Bezirk, dessen Boden uns durch die Sohlen brennt, auch wenn wir ihn nie betreten haben« (Ulrich Conrads).
Ausgehend von den Erfahrungen der im KZ Dachau inhaftierten Geistlichen, gab es bereits kurz nach der Befreiung Planungen, das Dachauer Lagerareal durch Kreuzzeichen und Kirchenbauten christlich zu prägen. Zwischen 1960 und 1967, im Kontext der Errichtung der KZ- Gedenkstätte, entstanden an einem »Ort der Meditation« die katholische Todesangst-Christi-Kapelle, die jüdische Gedenkstätte und die international bekannte evangelische Versöhnungskirche. Ergänzt wurden diese durch das Karmelitinnenkloster »Heilig Blut« sowie die russisch-orthodoxe Auferstehungskapelle.
Die religiösen Erinnerungsorte im ehemaligen Lager Dachau künden vom gesellschaftlichen Neuaufbruch und vom aufrechten Willen zum Gedenken. Ihre komplexe Baugeschichte wie auch ihre Kunstwerke werden in dieser reich bebilderten Publikation erstmals gemeinsam vorgestellt. Zudem berichten die vor Ort Tätigen von der kirchlichen Gedenkstättenarbeit.

English

The first complete documentation covering the chapels, churches and convent built on the Dachau Concentration Camp Memorial Site from 1960-1995 and also the Jewish Memorial. These include the Protestant Church of Reconciliation by Helmut Striffler, a major work of postwar architecture in Germany. The work also addresses the problematic planning processes in the first decade after liberation.

Presse

Edition KulturLand

»Die Neuerscheinung fokussiert. Darin liegt ihre Stärke und Bedeutung.«