Biographien

280 Seiten mit 21 farbigen und 54 schwarzweißen Abbildungen, 17 x 24 cm, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-422-07318-0
Preis: 48,00 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

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Julia Drost (Hrsg.), Alexandre Kostka (Hrsg.)

Harry Graf Kessler

Porträt eines europäischen Kulturvermittlers

Passagen / Passages Band 52


Text: Deutsch/Englisch/Französisch

Das Wirken Harry Graf Kesslers (1868–1937) für die bildende Kunst seiner Zeit ist kaum zu überschätzen. Auguste Rodin, Henry van de Velde, Aristide Maillol, Paul Signac oder Maurice Denis zählten zu Kesslers engen Bekannten. Den Kunsthändlern Paul Durand-Ruel, Ambroise Vollard und Eugène Druet stand er beratend zur Seite, wenn es im Kaiserreich Ausstellungen mit Werken der französischen Moderne zu organisieren oder Gemäldeverkäufe zu vermitteln galt.

Der Band beschäftigt sich erstmals dezidiert mit den Fragen, wie Kessler seine Leidenschaft für die Kunst entdeckte und aus welchen literarischen, kulturellen und philosophischen Quellen sich seine vielfältigen Kenntnisse speisten. Seine rege Sammeltätigkeit sowie das bedeutende Engagement als Mäzen, insbesondere für Maillol und van de Velde, bilden weitere Schwerpunkte der Beiträge. Dabei werden Kesslers Einsatz für die Gründung des Deutschen Künstlerbundes, seine kulturpolitischen Bemühungen in der Weimarer Republik und die Auseinandersetzung mit den darstellenden Künsten der Belle Époque berücksichtigt.

English

Harry Graf Kessler’s (1868–1937) impact on the visual arts of his time can hardly be overestimated. Auguste Rodin, Henry van de Velde, Aristide Maillol, Paul Signac and Maurice Denis were among Kessler’s closest acquaintances. The art dealers Paul Durand-Ruel, Ambroise Vollard and Eugène Druet stood by his side in an advisory capacity whenever it was necessary to organize exhibitions in the German Empire with the works of the French Modernists or to arrange painting sales. For the first time, this volume earnestly deals with questions about how Kessler discovered his passion for art and which literary, cultural and philosophical sources nurtured his diverse knowledge. Kessler’s active collecting habits, as well as his significant commitment as a patron, provide further emphases for the essays.