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312 Seiten mit 31 farbigen und 324 schwarzweißen Abbildungen, 21 x 28 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-422-07390-6
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Lena Rebekka Rehberger

Die Grabmalkunst von Karl Friedrich Schinkel

Zum herausragenden OEuvre des preußischen Architekten und Künstlers Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) gehört eine große Anzahl von Zeichnungen für Grabmale oder Mausoleen. Dabei betont Schinkel das optische Verschmelzen von Grabmal und Landschaft bereits in seinen frühen Entwürfen, die eine »organische Strenge«, eine Verbindung von wuchtiger Architekturform und unregelmäßiger, lebendig wirkender Natur, auszeichnet. Die schließlich ab 1810 realisierten Grabmonumente wurden dann auch durch das Einbeziehen der Sichtachsen in die ferne Landschaft und durch die  gartenarchitektonische Gestaltung in der Natur inszeniert. Schinkel entwarf zum einen Grabmale, für die antike oder historische Motive in dem damals hochmodernen Material Gusseisen umgesetzt wurden und die in der Folge eine weite Verbreitung fanden. Zum anderen konzipierte er vielseitige Grabbauten aus Stein, die etwa im Auftrag des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (IV.) entstanden.
Das Buch leistet eine Zusammenstellung der zeichnerischen Grabmalentwürfe, analysiert Schinkels Grabmalkunst im Kontext einer gewandelten Erinnerungskultur um 1800 und zeigt erstmalig seine spezifische Rolle für die Entwicklung der Sepulkralkunst und -kultur.

English

The exceptional oeuvre of the Prussian architect and artist Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) contains a large number of drawings for tombs and mausoleums. In his early designs, Schinkel had already emphasized a visual fusion between a tomb and its surrounding landscape, characterized by an “organic severity,” which combined massive architectural form with the irregularities and changeability of living nature.

His grave monuments, realized as of 1810, were then  taged to include viewing axes into the distant landscapes and were also influenced by the reshaping of nature by landscaped designs. On one side of the spectrum, Schinkel designed tombs with ancient or historical motifs that were converted into cast iron – a highly modern, state-of-the-art material at the time, leading to a practice that became widespread as a result. On the other side, he also conceived versatile funerary architecture made of stone, commissioned, for instance, by the Prussian crown prince, who would later become Frederick William IV.