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Michael Peppiatt
Stefan Hartmann
Helmut Böttiger
»In Giacomettis Atelier« richtet unseren Blick auf einen der wohl einflussreichsten Orte in der Kunst des 20. Jahrhunderts, nämlich in jenes winzige, marode Atelier, in dem der große Bildhauer hinter dem Montparnasse von 1926 bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. Für fast 40 Jahre war dieser chaotische, aber höchst kreative Ort das Zentrum von Alberto Giacomettis Welt.
Sein Atelier war der Magnet für eine ganze Generation von Künstlern und
Schriftstellern in Paris, von Picasso und Braque über Breton und Sartre bis zu
Genet und Beckett. Michael Peppiatt ist ein intimer Kenner von Leben und Werk Alberto Giacomettis. Zunächst arbeitete der Autor in London als Kunstkritiker beim Observer, bis er Ende der sechziger Jahre nach Paris zog, um für Le [...]
Martin Kippenberger (1953–97) ist längst als bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts anerkannt. Eine umfassende, kunsthistorisch fundierte Auseinandersetzung mit Kippenberger fehlte bislang jedoch.
Hier setzt die vorliegende Publikation an. Erstmals konnte gezeigt werden, dass dem OEuvre ein übergreifendes Thema zugrunde liegt, dessen fundamentale Bedeutung für eine Vielzahl von Diskursen sich erst retrospektiv erschließt: der Konstruktcharakter von Identitäten. Kippenberger erkannte diesen nicht nur früh, sondern verband die ironische Wendung der Diskurse mit einer pointierten Persiflage auf die Kunst der Moderne und Postmoderne. Aus einer kritisch-distanzierten Warte, die stets die eigene Position als Künstler
und Europäer mit reflektierte, karikierte er jene künstlerischen Positionen, die unreflektiert mit Identitätsklischees umgingen.
Wir gratulieren unserem Autor Helmut Böttiger zum Preis der Leipziger Buchmesse 2013 in der Kategorie Sachbuch!
Ingeborg Bachmann genießt den Ruf einer großen Lyrikerin und einer Ikone des Feminismus. Sie beherrschte die Attitüde der sensiblen, ätherischen Grande Dame genauso wie die des „süßen Mädels". Bachmann ist eine Dichterin, die überraschend viele verschiedene Gesichter offenbart. Helmut Böttiger zeigt eine ehrgeizige, sich bereits in jungen Jahren der Kunst verschreibende Frau, die nach konventionellen Anfängen durch die Begegnung mit Paul Celan zu einer ungeahnt neuen Tonlage findet. Das Grauen der Geschichte im 20. Jahrhundert verbindet sich in ihren literarischen Texten mit einer unbedingten Sehnsucht nach Liebe, die unerfüllbar bleiben muss.
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