Die Geschichte des Deutschen Kunstverlages

Unser Verlagshaus, mit Sitz in Berlin und München, blickt nunmehr auf eine fast einhundertjährige Tradition zurück. Als Kunstbuch- sowie Wissenschaftsverlag umfasst das Programm alle Bereiche der Kunst, Architektur, Fotografie, Denkmalpflege, Archäologie, des Designs und Kunsthandwerks. Von Ausstellungskatalogen, Dissertationen über Jahrbücher oder Kunstführer bis zu Monographien und Museumsführern bieten wir ein breites Spektrum für alle kulturell Interessierten. Wissenschaftliche Reihen profilieren unser Programm, hierzu zählen die »Italienischen Forschungen des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut«, die »Passagen / Passages« des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris und die »Kunstwissenschaftlichen Studien«.

Mit wichtigen, regelmäßig erscheinenden Standardwerken wie dem »Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler« von Georg Dehio und dem »Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk« setzen wir die Tradition unseres Hauses bis heute fort. Die renommierten Periodika »Zeitschrift für Kunstgeschichte«, »architectura« und »Die Denkmalpflege« bereichern das Verlagsprogramm um wegweisende, aktuelle kunstwissenschaftliche Forschungsbeiträge. Unsere jüngsten Reihen »Leben in Bildern« und »kunst kompakt« ergänzen das Programm um prächtig illustrierte Bände über Schriftsteller von internationalem Rang und vielfältige Aspekte der modernen Kunst. Einen wesentlichen Bereich bilden unsere regionalen Titel: Die Sparte der »DKV Kunstführer« pflegt und intensiviert seine gewachsenen und stetig wachsenden Kontakte zu Stiftungen, Museen, Kirchen, Klöstern und Burgen.

Einem reichen Fundus an fotografischem Material verdankt der Deutsche Kunstverlag seinen Ursprung. Auf Anregung des Preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung wurde der Verlag am 4. Juli 1921 in Berlin gegründet. Gesellschafter waren die Verlage Insel, E. A. Seemann, die Deutsche Verlagsanstalt, Julius Hofmann, G. Grote, Julius Bard und Walter de Gruyter sowie das Bankhaus Delbrück, Schickler & Co. Berlin. An den Verlag erging der Auftrag, die Bestände der ehemaligen Königlich Preußischen Messbildanstalt zu verwalten, und man begann sogleich mit der Vermarktung des wertvollen Bildmaterials. Die Kunsttopographie auf der Grundlage fotografischer Aufnahmen bestimmte in den ersten Jahrzehnten den Charakter des Hauses.

Heute befindet sich der Deutsche Kunstverlag in Familienbesitz und Stephanie Ecker bekleidet die Position der Geschäftsführerin. Unter ihrer Leitung stärkt der Verlag seine Präsenz in den angestammten Programmbereichen, erweitert seine Erscheinungen zur zeitgenössischen Kunst und schafft die Strukturen für digitales Publizieren. Rudolf Winterstein führt als Programmleiter die Münchner Dependance. Im Dialog mit Herausgebern, Wissenschaftlern, Museen und Stiftungen werden innovative Konzepte entwickelt, die sowohl die gewohnte inhaltliche und gestalterische Qualität gewährleisten, als auch auf die aktuellen Ansprüche der Autoren und des Buchhandels abgestimmt sind.