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ca. 224 Seiten mit 16 farbigen und 86 schwarzweißen Abbildungen, 17 × 24 cm, Klappenbroschur

ISBN: 978-3-422-07487-3
Preis: ca. 32,00 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

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Marlen Schneider

Bildnis - Maske - Galanterie

Das portrait historié zwischen Grand Siècle und Zeitalter der Aufklärung

Kunstwissenschaftliche Studien Band 197

Im Frankreich des späten 17. und während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfuhr das portrait historié eine ungekannte Blütezeit. Angehörige des Hochadels und finanzstarken Bürgertums setzten sich auf diesen Bildnissen in mythologischen oder historisierenden Kostümen in Szene. Welche Interessen verfolgten die Auftraggeber? Weshalb wandten sich Künstler wie Nicolas de Largillierre, François de Troy oder Jean-Marc Nattier dem Bildtypus zu? Inwiefern nahmen die Werke Bezug auf den architektonischen Raum, für den sie geschaff en wurden, und in welchem Verhältnis standen sie zu den kulturellen Praktiken der Zeit, etwa höfischen Maskeraden, dem Theater, der galanten Dichtung?

Der Band bietet eine grundlegende Untersuchung des bislang unerschlossenen Bildtypus. Neben kunsttheoretischen und kunstkritischen Texten greift die Autorin auf Inventare, Briefe, Beschreibungen von Schlössern und Festen, Dichtung und Theaterlivrets zurück, rückt aber vor allem die Kunstwerke selbst als Ausdruck höfi scher Porträtkultur in den Vordergrund.

English

The portrait historié experienced an unprecedented heyday in France during the late 17th and the first half of the 18th centuries.In these portraits, members of the upper nobility and the affluent middle-class had themselves staged and depicted in mythological or historical costumes. What interests were these patrons pursuing? Why did artists such as Nicolas de Largillierre, François de Troy and Jean-Marc Nattier turn to this type of image? To what degree did the works make reference to the architectural spaces for which they were made, and what was their relationship to the cultural practices of the times, for instance, masquerades, theater, and gallant poetry?

This book offers a basic investigation into this previously unexplored image type. In addition to art theory and texts on art criticism, the author makes use of historical inventories, letters, descriptions of palaces and festivities, poetry and theater librettos, but she focuses primarily on the works of art themselves as expressions of court portrait culture.