Augsburg

136 Seiten mit 45 farbigen Abbildungen, 21 x 25 cm, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-422-07305-0
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Gode Krämer (Hrsg.), Christof Metzger (Hrsg.), Christof Trepesch (Hrsg.)

Die verschollene Leda

Joseph Heintz d. Ä. Kaiserlicher Hofmaler und Augsburger Bürger

Katalog zur Ausstellung in den Kunstsammlungen und Museen Augsburg im Schaezlerpalais vom 21. März bis 31. Mai 2015

Mit Beiträgen von Gode Krämer, Gabriele Marcussen-Gwiazda, Christof Metzger,
Christof Trepesch und Alena Volrábová

Im Zentrum des Buches steht die Kupfertafel »Leda mit dem Schwan« von Joseph Heintz d. Ä. (1564–1609), der von 1589 bis zu seinem Tod abwechselnd in Prag und Augsburg tätig war. Spektakulär ist das Bild insbesondere wegen seiner Provenienz: Es handelt sich um ein von Joachim von Sandrart hoch gelobtes Bild in der Kunstsammlung Kaiser Rudolf II. in Prag, für den Heintz ab 1591 als Hofmaler tätig war. Von dort wurde die Leda 1623 in Frankfurt an den Antwerpener Kunsthändler und Goldschmied Daniel de Briers verkauft und war seitdem verschollen. Einzig zwei Vorzeichnungen in der Wiener Albertina und eine weitere Zeichnung in der Graphischen Sammlung der Tschechischen Nationalgalerie in Prag kündeten noch von der Existenz der Tafel, bis sie vor Kurzem von einem Augsburger Kunstsammler erworben werden konnte. Die wiederentdeckte Leda wird nun in Katalog und Ausstellung den Entwurfszeichnungen aus Wien und Prag sowie Gemälden, Zeichnungen und Graphiken aus den Beständen der Kunstsammlungen und Museen Augsburg gegenübergestellt.

English

The book focuses on Leda and the Swan, a work on copperplate by Joseph Heintz the Elder (1564–1609), who alternately worked in Prague and Augsburg from 1589 until his death. This image is particularly sensational due to its provenance: It refers to an image, highly praised by Joachim von Sandrart, in the art collection of Emperor Rudolf II, for whom Heintz was engaged as court painter in Prague after 1591. Leda was sold in Frankfurt to the Antwerp art dealer and goldsmith Daniel de Briers in 1623, but had since been reported lost. The copperplate was recently acquired by an Augsburg art collector. The rediscovered Leda is now compared to study drawings from Vienna and Prague, as well as works from art collections and museums in Augsburg.