Kunstwissenschaft / Kunsttheorie

182 Seiten mit 168 schwarzweißen Abbildungen, 1 Lesebändchen, 19,5 x 26 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-422-07321-0
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Mario Rinke

Vom Konstrukt zum Typus

Der Wandel der strukturellen Form von Tragwerken im 18. und 19. Jahrhundert

Mit der industriellen Revolution wandeln sich die Rahmenbedingungen des Bauens erheblich. Veränderte architektonische Aufgaben, in Form von Museen, Ausstellungshallen oder Bahnhöfen, drängen nebst neuen Konstruktionsweisen und Werkstoffen in eine traditionsgebundene, handwerklich geprägte Denkwelt. Beträchtlichen Einfluss hat vor allem die Institutionalisierung der Ausbildung. In diesem Klima des Aufbruchs zwischen technischen Erfindungen und theoretischer Fundierung entstehen in der Folgezeit revolutionäre und vor allem rationale, einheitliche Konstruktionen. Doch das Zusammenspiel aus Verwissenschaftlichung und neuen Materialien, wie Eisen und Stahlbeton, verändert neben den Konstruktionen vor allem das Konstruktionsverständnis selbst grundlegend.


Die Untersuchung zeichnet den Wandel von den zusammengesetzten antiken Stabwerken bis zur direkten und systematisierten Anwendung beispielsweise von Dreiecksmustern nach – vom Konstrukt zum Typus. Anhand zahlreicher zeitgenössischer Quellen verfasst Mario Rinke eine erste Kulturgeschichte des Stabwerks.

English

The use of frameworks in buildings transformed considerably during the Industrial Revolution. Changing architectural tasks, in the shape of museums, exhibition halls or railway stations, made themselves known alongside new construction methods and materials, in a traditionallybound world of thought influenced by craftsmanship. The institutionalization of education exerted substantial influence. In this climate of sweeping change, between technical inventions and theoretical foundations, revolutionary and, above all, rational, uniform constructions were created in the period that followed. Nevertheless, the interplay of an ongoing scientification and new materials, like iron and reinforced concrete, fundamentally changed not only construction, but the understanding of construction itself.
This examination traces changes from the composite frameworks of antiquity up to the direct and systematized application of triangle patterns, for example – from construct to type. Using numerous contemporary sources, Mario Rinke has written the first cultural history of the framework.