Kunstwissenschaft / Kunsttheorie

400 Seiten mit 215 schwarzweißen Abbildungen; 17 x 24 cm, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-422-06460-7
Preis: 68,00 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

DKV Titel sind über den De Gruyter Webshop erhältlich.

Andreas Dehmer

Italienische Bruderschaftsbanner des Mittelalters und der Renaissance

Italienische Forschungen des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut

Herausgegeben von Max Seidel und Gerhard Wolf

I Mandorli, Band 4

Der Autor untersucht die figürlich bemalten Prozessionsbanner italienischer Bruderschaften von deren Anfängen bis zur Gegenreformation. Anhand erhaltener Objekte und schriftlicher Quellen wird erstmals eine Analyse dieser Gattung religiöser Malerei geboten.

Die Gattung der bemalten Prozessionsbanner ist bislang noch in keiner Disziplin angemessen gewürdigt worden. Der Autor erforscht erstmals systematisch die von religiösen Laienbruderschaften mobil eingesetzten Stoffgemälde, die im Italienischen als »Gonfaloni« bezeichnet werden. Topographische Schwerpunkte der Arbeit sind Ober- und Mittelitalien, chronologisch setzt sie mit dem ersten belegbaren Auftreten solcher Fahnenbilder im 13. Jahrhundert ein. Der angeschlossene Katalog erhaltener Bruderschaftsbanner reflektiert somit die gesamte ober- und mittelitalienische Produktion von ihren Anfängen im späten Mittelalter bis zum Ausklang der Renaissance. Einer genaueren Betrachtung des Bruderschaftswesens zu Beginn der Untersuchung folgt die weit ausgreifende Skizzierung der historischen Entwicklungslinien figürlich bemalter Banner in Italien. Eine ausführliche Thematisierung der Bildinhalte, eingehende Analysen erhaltener Quellen, die Berücksichtigung maltechnischer Aspekte sowie sozialgeschichtliche Überlegungen vervollständigen dieses Standardwerk zu einer Gattung, deren Bedeutung für die italienische Kunst, insbesondere für die frühe Leinwandmalerei, nicht überschätzt werden kann.

Presse

Mediaevistik: 

»Prinzipiell hervorzuheben ist die sorgfältige und kompetente Durchführung der Arbeit, die die bislang ausführlichste Publikation zum Thema darstellt. Spezialisten der Frömmigkeits- und Liturgiegeschichte werden von diesem Buch genauso profitieren wie die vorrangig angesprochene Lesergruppe der Kunsthistoriker.«

 

Collectanea Franciscana: 

»Auf den ersten Blick bearbeitet hier ein Kunstkenner ein Randthema. Doch bei der Lektüre offenbart sich einem, wie viele Facetten der Kulturgeschichte hier berührt werden: Volkskunde, Hagiographie, Kirchen- und Sozialgeschichte und natürlich die Kunst in ihren Spielarten. [...] Ein großes Buch zu kleinen Kunstwerken.«