Kunstwissenschaft / Kunsttheorie

352 Seiten mit 90 schwarzweißen Abbildungen, 24 x 17 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-422-07140-7
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Stefan Schweizer

Die Erfindung der Gartenkunst

Gattungsautonomie – Diskursgeschichte – Kunstwerkanspruch

Kunstwissenschaftliche Studien Band 172

Während Bauwerke, Skulpturen und Gemälde seit Beginn der Frühen Neuzeit als Kunstwerke wahrgenommen wurden, blieb der künstlerische Status von Gärten lange Zeit ungeklärt. In der Gartenkunsthistoriographie herrscht die Auffassung, dass sich die Anerkennung von Gartenkunst als Kunstgattung der Zäsur des Landschaftsgartens in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert verdanke.

Die Studie belegt, dass die Etablierung von Gartenkunst als Gattung der Bildenden Künste nach einem Jahrzehnte währenden Diskurs bereits kurz nach 1700 abgeschlossen war. Diese Entwicklung schließt die Anerkennung des Kunstwerkcharakters von Gärten ebenso ein wie die theoretische Begründung eines Professionsprofils von Gartenkünstlern. Untersuchungsgegenstand bilden theoretische Diskurse des 16. bis 18. Jahrhunderts zur Gartenkunst vornehmlich in Frankreich und Deutschland. Die Analyse des von Brüchen und Kontinuitäten begleiteten Prozesses verhandelt modellhaft die kunsthistoriographische Zuständigkeit für Gartenkunst.

 

English

Against the backdrop of the theoretical discourse between the 16th and 18th century, this study traces the process of establishing garden art as a genre within the fine arts system. The case for gardens as art and the theoretical justification of the professional profile of garden artists are the main subjects of this analysis.