Kunstwissenschaft / Kunsttheorie

288 Seiten mit 21 farbigen und 104 schwarzweißen Abbildungen, 17 x 24 cm, Klappenbroschur

ISBN: 978-3-422-07359-3
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Vera Herzog

Der fürstliche Badepavillon

als zweckmäßige und repräsentative Bauaufgabe im späten 17. und 18. Jahrhundert

Kunstwissenschaftliche Studien Band 188

Bislang ging die kunst- und kulturhistorische Forschung davon aus, dass die Körperhygiene zur Zeit des Barock kaum ausgeprägt war. Vermeintlich verabscheuten die Fürsten des 17. Jahrhunderts Wasser und Seife, stattdessen kaschierten Puder, Schminke oder Parfüm die mangelnde Reinlichkeit.

Mit dieser Vorstellung räumt die vorliegende Studie auf und beschreibt die gesellschaftliche Bedeutung des Bades, zeitgenössische Anwendungen und Gepflogenheiten sowie die Entstehung der einschlägigen Architektur. Dabei entwickelt und definiert die Autorin den speziellen Typus des fürstlichen Badepavillons anhand von drei ausgewählten Bauten in Warschau, Kassel und München. Der Badepavillon spiegelt die barocken Gewohnheiten bei der Körperpflege und bis in die Antike zurückreichende Ideen zur Bäderarchitektur, eint Funktion und ästhetische Form, Zweck und Repräsentation.

English

Until recently, art and cultural historical research assumed that body hygiene was barely developed during the Baroque era. The present study does away with this notion and describes the social importance of the bath, of contemporary  practices and habits, as well as the origins of the corresponding architecture. Using three selected buildings in Warsaw, Kassel and Munich, the author develops and defines a special type of princely bathing pavilion.