Kunstwissenschaft / Kunsttheorie

140 Seiten mit 82 schwarzweißen Abbildungen, 17 x 24 cm, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-422-07329-6
Preis: 29,90 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

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Kai Kappel (Hrsg.), Claudia Rückert (Hrsg.), Stefan Trinks (Hrsg.)

Atlanten des Wissens

Adolph Goldschmidts Corpuswerke 1914 bis heute

1914 erschien der erste Band von Adolph Goldschmidts monumentalem, bis heute unverzichtbarem Corpuswerk über die Elfenbeinskulpturen des Mittelalters. Schlagartig wird Goldschmidt damit in mehrfacher Hinsicht zum Avantgardisten und Ideengeber. Vorliegende Publikation handelt von
der Entstehung, Rezeption sowie von den bild- und mediengeschichtlichen Aspekten dieses Opus magnum.


Die kritische Auseinandersetzung über die wissenschaftsgeschichtliche Bedeutung derartiger Corpuswerke für das erste Drittel des 20. Jahrhunderts wurde jüngst wieder eröffnet. Als Diskussionsgrundlage fokussiert dieser Band auf die einschlägigen Vernetzungen zwischen Goldschmidt, Richard Hamann, Arthur Kingsley Porter und Aby Warburg. Die damalige Bildpublizistik, auch im europäischen Vergleich, wird dabei ebenso in den Blick genommen wie die technischen Rahmenbedingungen eines solchen Mammutwerkes. In Zeiten einer tiefgreifenden Verunsicherung durch Fälschungen werden die unveränderte Notwendigkeit wie auch das produktive Nachleben
dieses epochalen Corpuswerkes umso deutlicher.

 

English

The first volume of Adolph Goldschmidts’s monumental corpus on ivory sculptures of the Middle Ages was published in 1914. As a result Goldschmidt suddenly became an avant-gardist and a source of ideas in several respects. The present publication deals with the origins and reception of this magnum opus, as well as with aspects related to its visual and media history.

The critical discussion about the scholarly and historical significance of such corpora for the first third of the 20th century has recently been taken up again. As a basis for discussion this volume focuses on the corresponding networks between Goldschmidt, Richard Hamann, Arthur Kingsley Porter and Aby Warburg.