Kunstgewerbe / Antiquitäten

200 Seiten mit 116 farbigen und 7 schwarzweißen Abbildungen, 21 x 28 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-422-07309-8
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Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Hrsg.), Peter Plaßmeyer (Hrsg.), Sibylle Gluch (Hrsg.)

Einfach – Vollkommen

Sachsens Weg in die internationale Uhrenwelt Ferdinand Adolph Lange zum 200. Geburtstag

Katalog zur Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen im Mathematisch- Physikalischen Salon im Dresdner Zwinger vom 19. Februar bis 14. Juni 2015

Text: Deutsch/Englisch

Anlässlich des 200. Geburtstags von Ferdinand Adolph Lange zeichnen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einer Ausstellung die Geschichte der Präzisionsuhrmacherei in Sachsen nach. Der Amateur Johann Heinrich Seyffert, der zünftige Uhrmeister Johann Christian Friedrich Gutkaes und der erfolgreiche Uhrenfabrikant Ferdinand Adolph Lange stehen stellvertretend für die Entwicklung von den ersten Präzisionsuhren bis zur hochwertigen Serienproduktion von Taschenuhren. Die entscheidenden technischen Innovationen lassen sich bis Paris und London, den Uhrenzentren des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, zurückverfolgen, während die Westschweiz ein arbeitsteiliges Fertigungssystem perfektionierte. Diese Standards der internationalen Uhrenwelt führte Lange mit Erfolg im sächsischen Glashütte ein, was auch der Existenz des Mathematisch-Physikalischen Salons zu verdanken ist: Als Ort der beobachtenden Astronomie war der Salon auf die Präzisionszeitmessung angewiesen und eine maßgebliche Schnittstelle, an der wissenschaftliche Bedürfnisse und handwerkliche Fertigkeiten gebündelt wurden.

English

To mark the occasion of the 200th birthday of Ferdinand Adolph Lange, the Staatliche Kunstsammlungen Dresden are organizing an exhibition that will trace the history of making precision timepieces in Saxony. The amateur Johann Heinrich Seyffert, the future master horologist Johann Christian Friedrich Gutkaes and the successful watch manufacturer Ferdinand Adolph Lange represent this development from the first precision watches to the high-quality serial production of pocket watches. Decisive technical innovations can be traced back to Paris and London, the watchmaking centers of the 18th and early 19th centuries, while the French-speaking western part of Switzerland perfected a production system based on a division of labor. Lange successfully carried out these standards of international watchmaking in the Saxon town of Glashütte, and his acclaim is also indebted to the existence of the Mathematisch- Physikalischer Salon. As a site used for observing astronomy, the Salon was dependent on the accuracy of time measurement and served as an authoritative interface in which scientific needs and technical skills were bound together.