Sachsen

18 Seiten mit 20 farbigen Abbildungen und 1 Grundriss, 17,4 x 11,6 cm, Broschur
ISBN: 978-3-422-02303-1
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Georg Krause

St. Afra in Meißen

Die St. Afra Kirche, etwas unterhalb des Burgbergs auf einer Anhöhe gelegen, ist ein frühgotischer, basilikaler Bau mit langem, gerade abgeschlossenem Chor. Zur Gebäudeeinheit gehören drei Kapellen, ein Turm und ein Kreuzgang. Erstmals erwähnt im Jahr 984 in der Chronik des Bischofs Thietmar, gilt sie als Gründung eines Meißner Bischofs, im Jahr 1065 wurde die Vorgängerkirche geweiht. Nach Gründung des Augustinerchorherrenstifts 1205 wurde die heute sichtbare Kirche erbaut, Reste einer romanischen, ungewöhnlich langen Saalkirche konnten 1966 nachgewiesen werden. Kurfürst Moritz von Sachsen gründete 1543 in den nach der Reformation verwaisten Klostergebäuden die Fürsten- und Landesschule St. Afra. Der Kleine Kunstführer beschreibt Architektur und Ausstattung der Kirche und erläutert historische und denkmalpflegerische Hintergründe. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die gotischen Fenster, der barocke Altar und die Kanzel, deren Figurenschmuck Angehörige der Familien von Schleinitz auf Graupzig und Gödelitz abbildet. Die weiß-dunkelrote Bemalung im Inneren gestaltete man in Anlehnung an Farbfunde aus der Zeit um 1470.