Graphik / Zeichnung

240 Seiten mit 115 farbigen und 18 schwarzweißen Abbildungen, 24 × 22,5 cm, Broschur

ISBN: 978-3-422-07460-6
Preis: 24,90 € [D] (inkl. MwSt ggf. zzgl. Versandkosten)

DKV Titel sind über den De Gruyter Webshop erhältlich.

Jochen Griesbach (Hrsg.), Daniela Roberts (Hrsg.)

Ovid. Amor fou

Zwischen Leidenschaft und Lächerlichkeit

Katalog zur Ausstellung im Martin von Wagner Museum, Würzburg, vom 14. März bis 15. Juli 2018

Vor 2000 Jahren ist mit P. Ovidius Naso ein römischer Dichter verstorben, der wie kaum ein anderer das neuzeitliche Bild von der Antike und ihrer Welt der Mythen geprägt hat. Die als Hommage konzipierte Ausstellung widmet sich der Liebe als bestimmendem Thema im OEuvre Ovids. Der doppeldeutige Titel »Amor fou« spielt auf den römischen Gott an, als rasenden und damit unheilstiftenden Amor, und gleichzeitig auf die von ihm verursachte inbrünstige bis irrsinnige Liebe. Dieses in den »Metamorphosen« dargestellte Phänomen der leidenschaftlichen Liebe wird mit dem Konzept der vernünf tigen, kontrollierten Liebe aus weiteren Werken Ovids kontrastiert. Im Vordergrund steht seine neuzeitliche Rezeption in Form von Gemälden, Zeichnungen und Werken der Druckgraphik aus dem Sammlungsbestand des Martin von Wagner Museums; begleitet wird die Wirkungsgeschichte des Autors von einem Blick auf mögliche Quellen der Inspiration aus der griechischen Kunst.
Der Ausstellungskatalog gewährt vielfältige Einblicke in die Welt mythologischer Liebesthemen und Metamorphosen sowie deren facettenreiche künstlerische Verarbeitung. Eine Reihe von Essays beleuchtet zudem die kulturgeschichtlichen Voraussetzungen der Liebesdichtung Ovids und analysiert, wie sich die bildenden Künste der Neuzeit die Werke des römischen Poeten zu eigen gemacht haben.

English

Publius Ovidius Naso – a Roman poet who shaped the modern image of antiquity and its mythological world like no other – died 2000 years ago. The exhibition, conceived as a tribute, is dedicated to love as a defining subject in Ovid’s oeuvre. The main emphasis is placed on his modern reception, illustrated by paintings, drawings and prints from the collection at the Martin von Wagner Museum in Würzburg. The poet’s historical influence is accompanied by a look at possible sources of inspiration from Greek art.

The exhibition catalogue provides various insights into a world of mythological love themes and metamorphoses as well as its versatile treatment in art. Moreover, a series of essays examine the historical and cultural prerequisites for Ovid’s love poetry and analyzes how the visual arts in modern times have made the Roman poet their own.