Christian Freigang
Auguste Perret
1900–1930
Sofort lieferbar. Erschienen 2003
Es handelt sich um eine herausragende Arbeit. [Sehepunkte] 
Studie über die Entstehung einer monumental-klassizistischen Moderne der Architektur in den Jahren 1900 bis 1930. Der Bau- und Rezeptionsgeschichte des von Auguste Perret erbauten Théâtre des Champs Elysées kommt dabei besondere Aufmerksamkeit zu.
August Perret war der maßgebliche französische Architekt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anhand seines Werkes untersucht dieses Buch die Entstehung einr monumental-klassizistischen Moderne im Zeitraum von 1900 bis 1930. Ausgehend von der Bau- und Rezeptionsgeschichte des Théâtre des Champs Elysées (1906–1913) wird zunächst der Wendepunkt vom Ideal einer wirkungsästhetischen Architektur des Jugendstils hin zu einer sich besonders auf die Antike berufenden Auffassung verdeutlicht, die eine objektive und absolute ästhetische Qualität der Baukunst anstrebt. Die hiermit einhergehende massive katholische Erneuerungsbewegung wird als wesentlicher Beitrag zur Formulierung einer »konservativen Moderne« herausgestellt, an der im übrigen auch die Kunstgeschichtsschreibung bedeutenden Anteil hat. Diese erstmalig beschriebenen Positionen bilden die Grundlage für die Polarisierung der französischen Architekturdebatte in den zwanziger Jahren zwischen einer utilitaristischen »Internationalen Moderne« (Le Corbusier) und einer klassizistisch monumentalen Architektursprache, die letztlich – und nicht nur in Frankreich – die Überhand gewinnt.
Dem Autor gelingt es auf beispielhafte Weise, Perrets Architektur, ihren theoretischen Kontext und ihre Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit in den gesellschaftspolitischen Zusammenhang der Jahre vor dem ersten Weltkrieg zu stellen und zu verfolgen. [...] So entsteht ein dichtes Gesellschaftsbild, das die komplexen Entstehungsbedingungen von Architektur in einer ihrer Schlüsselepochen spiegelt. [Der Architekt] 