Neuerscheinungen

216 Seiten mit 67 schwarzweißen Abbildungen 17 x 24 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-422-07389-0
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Jana Baumann

Museum als Avantgarde

Museen moderner Kunst in Deutschland 1918–1933

Kunstwissenschaftliche Studien Band 191

Im Deutschland der 1920er Jahre fand eine herausragende öffentliche Beschäftigung mit der modernen Kunst und deren Präsentation am Ort des Museums statt. Eine vielfältige und dynamische Kunstszene – Künstler, Kritiker, Sammler sowie Museumsdirektoren – war neben den politischen Demokratisierungsbestrebungen Ausgangspunkt für eine der einflussreichsten strukturellen Wandlungen in der Geschichte des Kunstmuseums. Dem Einzug der Avantgarde ins Museum folgte die Herausbildung eines neuartigen musealen Typus für die Kunst des 20. Jahrhunderts mit einer spezifischen Sammlungs-, Präsentations- und Vermittlungspolitik. Erstmals trat die deutsche Museumslandschaft aufgrund dieses außergewöhnlichen Wirkens für die zeitgenössische Kunst international hervor. Doch wie entwickelte sich das Kunstmuseum konkret zu einem Ort, an dem die Avantgarde ihren Platz fand und mit einem breiten Publikum in Berührung kommen konnte?

Die Publikation fokussiert drei so unterschiedliche wie wichtige öffentliche Museen der zwanziger Jahre: die Neue Abteilung der Nationalgalerie im Berliner Kronprinzenpalais, die Kunstabteilung im Provinzialmuseum Hannover und die Städtische Kunsthalle Mannheim. Allesamt zeichneten sie sich durch ihr epochales Engagement aus. Eingehend wird diese innovative und folgenreiche Phase der deutschen Kulturgeschichte beleuchtet, die – obwohl weitgehend in Vergessenheit geraten – den musealen Umgang mit der zeitgenössischen Kunst bis heute prägt.

English

An exceptional public awareness of Modern Art and its presentation in museum settings took place in Germany in the 1920s. Parallel to political efforts towards more democratization, a diverse and dynamic art scene was the starting point for one of the most influential structural transformations in the history of the art museum. The avant-garde’s move into the museum followed the emergence of a new type of
museum for 20th century art, with specific guidelines for a collection, its presentation and how its works should be mediated to the public. The German museum landscape was also able to make an international name for itself due to its extraordinary engagement for contemporary art.
This publication focuses on three important, but quite different public museums: the Nationalgalerie’s new department in Berlin’s Kronprinzenpalais; the art department at the Provinzialmuseum Hannover and the Städtische Kunsthalle Mannheim.