Kunstwissenschaft und Kunsttheorie
Eva-Maria Hanebutt-Benz (Hg.), Isabella Fehle (Hg.)
»Die also genannte Schwarze Kunst in Kupfer zu arbeiten«
Technik und Entwicklung des Mezzotintos
Unter Mitarbeit von Frithjof Schwartz und Norbert Suhr.
- Beschreibung -
Die Publikation zur gleichnamigen Ausstellung im Gutenberg-Museum und Landesmuseum Mainz vom 4. Oktober bis 29. November 2009 widmet sich schwerpunktmäßig der Frühzeit des Mezzotintos (Schabkunst) im 17. Jahrhundert und seiner Verbreitung von Mainz aus, berücksichtigt aber auch englische Blätter des 18. Jahrhunderts und schließt mit Werken der Gegenwart.
1642 gelingt dem Offizier und Künstler Ludwig von Siegen mit dem Porträt der Landgräfin von Kassel eine druckgraphische Erfindung, die bisher ungeahnte Möglichkeiten der Tonalität bietet – das Mezzotinto (Schabkunst). 1654 ist er in Mainz, wo sich diese Tiefdrucktechnik zunächst unter Laienkünstlern schnell verbreitet. Dort eignet sich auch der Domprobst Theodor Caspar von Fürstenberg das Verfahren an und gibt es an Schüler weiter. Durch professionelle Graphiker wie Jan Thomas, Gaspar Dooms und Wallerant Vaillant und besonders durch den Prinzen Ruprecht von der Pfalz erlangt die »Schwarze Kunst« internationale Verbreitung. 1660 bringt Ruprecht die Schabkunst nach England, wo sie bald ihre größte Perfektion erlangt. Katalog und Ausstellung setzen ihren Schwerpunkt auf die frühe Geschichte des Mezzotintos in Mainz und Deutschland, sie zeigen aber auch die brillanten englischen Blätter des 18. Jahrhunderts und belegen mit neueren Werken die Faszination, die das Verfahren heute noch ausübt.
228 Seiten mit 190 Duplex-Abbildungen, 21 x 28 cm, Hardcover;
ISBN: 978-3-422-06929-9
Preis (inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten): 39,90 € (D)
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