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244 Seiten mit 50 farbigen und 120 schwarzweißen Abbildungen, 20 × 25 cm, Broschur mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-422-07442-2
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Jutta von Zitzewitz

silent green

Vom Krematorium zum Kulturquartier

Hrsg. vom silent green Kulturquartier

Katalog zur Ausstellung im silent green, Berlin, vom 22. Juni bis 20. Juli 2017

Das ehemalige Krematorium Wedding, heute ein pulsierendes Kulturquartier, spiegelt auf einzigartige Weise Berliner Stadtgeschichte: Zwischen 1909 und 1910 als erstes Krematorium der Stadt errichtet, zeugt der Bau vom kulturhistorischen Wandel, der sich mit der Einführung der einst als »heidnisch« verpönten Feuerbestattung vollzog. Gegen den Widerstand der Kirchen setzte sich die alternative Bestattungsform im Kaiserreich als Ausdruck von Fortschritt, Säkularisierung und Hygienebewusstsein durch. Das Krematorium Wedding wurde im Jahr 1912 feierlich eingeweiht und blieb bis 2002 in Betrieb. Nach vorübergehendem Leerstand begann 2013 der Umbau zum silent green Kulturquartier, das bereits wenige Monate später seine Pforten für Veranstaltungen öffnen konnte.

Die wechselvolle Historie des Krematoriums vom deutschen Kaiserreich bis zur Jahrtausendwende wird in diesem großzügig illustrierten Katalog dargestellt. Anschließend erläutern die Initiatoren des silent green, Jörg Heitmann und Bettina Ellerkamp, in einem ausführlichen Interview Entstehung und Konzept des interdisziplinären Veranstaltungsortes. Zahlreiche Fotografien dokumentieren den historischen Zustand des Krematoriums und den denkmalgerechten Umbau für seine heutige Nutzung als Kultureinrichtung

English

The former crematorium in Berlin-Wedding, now a pulsating cultural quarter, reflects the city’s history in a very unique way: Erected from 1909-10 as Berlin’s first crematorium, the building itself is a testament to cultural and historical change, which was completed with the introduction of cremation, a practice that had once been frowned upon as “heathen.” Against resistance from the church, this alternative burial form was able to establish itself in the German Empire as an expression of progress, secularization and hygienic consciousness. The Krematorium Wedding was officially inaugurated in 1912 and remained in operation until 2002. After temporarily remaining empty, a conversion into the silent green Cultural Quarter began in 2013. It opened its doors for special events a few months later.